Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung
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Belastende Einflüsse des Wetters auf den Menschen

Das Wetter ist allgegenwärtig und jedes Lebewesen wird von ihm beeinflusst, unabhängig davon, ob es sich im Freien oder in Innenräumen aufhält und 50 Prozent der deutschen Bevölkerung geben an, wetterfühlig zu sein.

Das „Syndrom der Wetterfühligkeit“ beinhaltet dabei nicht nur eine Einschränkung des Wohlbefindens und der Lebensqualität der Betroffenen, sondern hat auch weit reichende Auswirkungen auf den sozial-ökonomischen Bereich, etwa durch Kosten für das Gesundheitssystem (Arztbesuche, Medikamente, physikalisch-therapeutische Anwendungen, Kuraufenthalte).

Wettereinflüsse führen zu einer signifikanten Zunahme von vielfältigen Befindlichkeitsstörungen, wie z.B. Zunahme der Schmerzintensität bei Kopfschmerzen und Migräne. Ebenfalls konnten Einflüsse des Wetters auf Krankheiten wie Herzinfarkte/Schlaganfälle, Schmerzen im Bewegungsapparat, Atemwegserkrankungen wie Asthma und psychischen Erkrankungen nachgewiesen werden.Es gibt allerdings auch Widersprüche und unterschiedliche Expertenmeinungen. Insbesondere die Erforschung der Wirkmechanismen, d.h. wie und auf welche Weise bestimmte Wetterlagen und Wetterelemente auf den menschlichen Körper einwirken und welche physiologischen Veränderungen sie bewirken, ist ein hoch komplexes Feld. Grundsätzlich geht es um die Anpassung an Außenreize und die Reagibilität des Organismus auf sich ständig ändernde Umweltbedingungen. Die Anpassungsfähigkeit des Körpers ist demnach maßgeblich dafür verantwortlich, dass Störungen erkannt und ausgeglichen werden. Entsprechend können heute zur Prophylaxe und Therapie von Wetterfühligkeit und Wetterempfindlichkeit bereits konkrete Strategien und Leitfäden angeboten werden.

Siehe Publikationen von Frau Prof. Schuh zu diesem Thema: Publikationsliste