Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung
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7-tägiges Präventionsprogramm in Bad Reichenhall / Bayrisch Gmain

„DurchatemZeit“ – Entwicklung, Durchführung und Evaluierung eines 7-tägigen Präventionsprogrammes zur Entschleunigung

Das Projekt "DurchatemZeit" ist ein Modellprojekt zur Erschließung neuer Behandlungsfeder und -methoden, die auf medizinische Zukunftsthemen ausgerichtet sind und wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege im Rahmen des Förderprogramms für die bayerischen Kurorte und Heilbäder unterstützt. Das medizinische Zukunftsthema im Fokus war dabei "Entschleunigung". Die Projektlaufzeit der "DurchatemZeit" dauerte von Januar 2013 bis Juni 2015 an.

Phase 1 des Projektes zielte darauf ab, das Konzept für ein einwöchiges Präventionsprogramm zur Entschleunigung zu entwickeln. Die gesundheitsfördernden Elemente des Präventionsprogramms wurden dabei unter Berücksichtigung chronobiologischer Gesichtspunkte zusammengestellt. Aktivitätsfördernde Bewegungsinhalten (z.B. Aquatraining) wurden im Programm mit psycho-edukativen Elementen ("Gesundheitscoaching" zu Themen wie z.B. Stress- und Zeitmanagement oder Achtsamkeit) unter Einbezug des ortsgebundenen Heilmittels (AlpenSole) verknüpft.

Weitere Projektphasen dienten der Anwendung des Programms in einer Population stressbelasteter Erwachsener sowie der Untersuchung unmittelbarer und nachhaltiger Effekte der Intervention. Dazu wurde eine randomisierte kontrollierte Studie mit zwei Kontrollgruppen und fünf Erhebungszeitpunkten durchgeführt, die sich über einen Zeitraum von sechs Monate erstreckten.

Zielgrößen waren das subjektive Belastungs- bzw. Stresserleben und das aktuelle Wohlbefinden gemessen anhand standardisierter Fragebögen, ergänzt durch die Messung der morgendlichen Cortisolkonzentration im Speichel. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität, der aktuelle allgemeine Gesundheitszustand sowie Veränderungen von Befindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Schlaf wurden ebenso erfasst.

Untersucht wurde, ob sich die Teilnehmer des Präventionsprogrammes im Längsschnitt hinsichtlich der Zielgrößen signifikant von den beiden Kontrollgruppen unterschieden.

Ansprechpartner

Dr. Sandra Kus (MPH)
sandra.kus@med.lmu.de